
Saunakabinen
Im deutschen Raum wird die Sauna umgangssprachlich oft als finnisches Bad oder Schwitzstube bezeichnet. Schon die alten Römer kannten eine ähnliche Art der Entspannung und begaben sich oft täglich in so genannte Dampfbäder, die man, neben der Hamam, einem türkischem Dampfbad, auch als Urform der heutigen Sauna bezeichnen kann. Der ursprüngliche hygienische Aspekt stand dabei stark im Vordergrund. Vordergründig diente sie der gründlichen Reinigung und Körperpflege des Menschen, als Nebeneffekt wusste man auch um die damit verbundene Stärkung des Immunsystems.
Man meint heute einen begrenzten Raum, der in der Regel auf eine Temperatur von 80 °C bis 100 °C, bei trockener Luft sogar bis auf 130 °C aufgeheizt wird. Aus Sicherheitsgründen geschieht dies heute nicht mehr mit einem Öl, Holz oder Steinkohleofen, sondern bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich elektrisch. Ist das Heizgerät direkt in der Kabine eingebaut, dient ein Absperrgitter als Schutz. Kleine Saunen können schon mit einer Heizleistung von 9KW auf die gewünschte Schwitztemperatur gebracht werden. Diese finden häufig in privaten Haushalten ihre Anwendung. Zum gehobenen Mittelstand eines Hausbesitzers gehört eine eigene, meist im Keller eingebaute Sauna. Solche familiären Schwitzkabinen sind, wie Wärmekabinen, in Baumärkten als Baukästen aus Holz mit einer guten und einfachen Beschreibung erhältlich.
Das Saunieren bedeutet aber nicht nur Entspannung, sondern auch Anstrengung für den Körper. Darum ist eine Sitzgelegenheit in jeder Sauna ein unbedingtes Muss. Um eine möglichst große Sitzfläche bieten zu können, auf der man gegebenenfalls auch liegen kann, findet man in der Sauna meist übereinander angeordnete Bänke, zum Sitzen und Liegen. Häufig sind auch noch separate Kopfauflageflächen vorhanden. Für Saunaneulinge ist die untere Sitzgelegenheit zu empfehlen, da die erzeugte Hitze nach oben steigt und sich unter der Decke der Kabine staut. Erfahrene Saunagänger nutzen zumeist die oberen Sitzreihen und sind somit auch der größeren Hitze ausgesetzt. Es ist zu gewährleisten, dass stetig sauerstoffreiche und frische Luft für die Saunagäste zur Verfügung steht. Unabdinglich ist deshalb eine gut funktionierende Luftzirkulation, die ihren Ausgangspunkt in der Nähe des Ofens findet, um auch die Raumtemperatur konstant zu halten.
Zur eigenen Sicherheit sollte jeder Saunanutzer die Zeit und die Temperatur des Raumes im Auge behalten. Darum gehören eine saunataugliche Uhr und auch ein entsprechendes Thermometer für alle Gäste sichtbar angebracht in jede Saunakabine. Alternativ zu zwei Geräten sind auch Kombigeräte erhältlich. Diese beinhalten dazu auch noch eine Anzeige für die im Raum herrschende Lufttemperatur. Um den Sicherheitsstandard weiter auszubauen, ist die Anbringung einer manuell oder aber auch automatisch auslösenden Alarmanlage zu überlegen. Automatisch löst diese dann nach einer bestimmten Zeit aus, wenn die Tür im Betrieb zu lange geschlossen ist.